27.06.2011
Meinhardt fordert von CDU moderne bürgerliche Bildungspolitik
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Zur Verabschiedung eines Bildungskonzepts im CDU-Bundesvorstand erklärt der FDP- Bildungsexperte Patrick MEINHARDT:Mit ihrem Bildungspapier wird die CDU schulpolitisch beliebig und verabschiedet sich von einer modernen bürgerlichen Bildungspolitik. Es ist nicht mehr zeitgemäß, vom grünen Tisch Schulplanung von oben herab zentralistisch zu verordnen. Wer Kinder wirklich in ihrer Entwicklung stärken will, muss auf Bildungsvielfalt, Schulfreiheit und individuelle Förderung setzen.
Eine kluge Bildungspolitik setzt darauf, dass Schulen vor Ort mehr eigenverantwortlich entscheiden können. Strukturpolitische Diskussionen haben den Schulen noch nie etwas gebracht.
Keinem einzigen Hauptschüler ist damit gedient, dass er künftig den „Stempel“ Oberschüler trägt. Wir haben so viele offene Ausbildungsplätze in der Bundesrepublik Deutschland wie schon lange nicht mehr. Gerade deswegen brauchen wir Schüler mit einem qualifizierten Hauptschulabschluss, die sich auf diese Ausbildungsstellen bewerben können.
Insbesondere muss sich die Ministerin fragen lassen, wie sie ein bildungspolitisches Konzept vorlegen kann, gegen das ihr eigener Landesverband in Baden-Württemberg Sturm läuft. Es ist schon beachtlich, dass die Bundesbildungsministerin ihre zehn Jahre als Kultusministerin in Baden-Württemberg offensichtlich vollständig ausblendet. Dies wird innerhalb der CDU sicherlich bis zu deren Parteitag im November noch ein spannender Diskussionsprozess.


