06.01.2011
MEINHARDT stellt den Sinn eines gemeinsamen Abiturs von fünf Bundesländern in Frage
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Zur Ankündigung von gemeinsamen Abiturprüfungen von fünf Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt) erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied im FDP-Landesvorstand Baden-Württemberg Patrick MEINHARDT:Der Bildungsföderalismus wird ad absurdum geführt, wenn jetzt auch noch einzelne Länder gemeinsame Abiturprüfungen verabreden. Genau das brauchen wir in Deutschland nicht.
Wir brauchen so schnell wie möglich Bildungsstandards für alle 16 Bundesländer. Wir brauchen keine Sonderwege: hier für fünf Bundesländer, dort für drei Bundesländer, später vielleicht auch noch für zwei weitere Bundesländer. Das ist praktiziertes Bildungschaos statt gelebtem Bildungsföderalismus.
Darüber hinaus rate ich allen beteiligten Kultusministerien, sich zunächst mit ihren Koalitionspartnern zu unterhalten. Als Mitglied des FDP-Landesvorstandes von Baden-Württemberg stelle ich fest: Bislang ist dies ein Alleingang des Kultusministeriums. Die FDP kennt diese Pläne nicht und hat somit auch keine Zustimmung erteilt.
Ein Staatsvertrag aller 16 Bundesländer, um die Vergleichbarkeit von Abschlüssen von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sicher zu stellen, ist äußerst sinnvoll.


